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Wie Ernährung unser Nervensystem beeinflusst – und warum das unser Aussehen verändert

„Was meine Großmutter nicht kennen würde, esse ich nicht." Dieser einfache Satz hat meine Ernährung revolutioniert – und mein Nervensystem gleich mit. In einer Welt voller Diäten, Verbote und industriell verarbeiteter Lebensmittel habe ich begonnen, mich auf das Wesentliche zu besinnen: natürliche, nährstoffreiche Nahrung, wie sie unsere Großeltern kannten. Und das hat nicht nur meine Verdauung verbessert – ich habe Gewicht verloren, fühle mich energetischer und ausgeglichener. Aber warum?



Ernährung und Nervensystem: Eine unterschätzte Verbindung


Unser Nervensystem ist das Steuerzentrum für absolut alles – von Stressreaktionen über Verdauung bis hin zur Hautregeneration und unserem Energiehaushalt. Was wir essen, beeinflusst direkt, wie gut dieses System funktioniert. Studien zeigen, dass eine nährstoffarme Ernährung zu einem dysregulierten Nervensystem führen kann, was sich in Symptomen wie Müdigkeit, Reizbarkeit, Verdauungsproblemen und sogar Hautunreinheiten äußert.


Die Wissenschaft dahinter


Hochwertige Fette und Nervengesundheit: Omega-3-Fettsäuren aus fettem Fisch oder Weidefleisch fördern die Bildung von Myelin – der Schutzschicht unserer Nervenfasern. Im Gegensatz dazu enthalten industrielle Samenöle (wie Sonnenblumen-, Raps- oder Sojaöl) ein ungünstiges Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren, das Entzündungen im Körper fördern kann. Diese chronischen Entzündungen belasten unser Nervensystem zusätzlich. Deshalb setze ich bewusst auf natürliche Fette wie Butter, Kokosöl und hochwertige tierische Produkte.


Vitamin B12 und Neurotransmitter: Vitamin B12, enthalten in tierischen Produkten, ist essenziell für die Nervenzellfunktion und die Produktion von Neurotransmittern wie Serotonin und Dopamin – unseren „Glücksbotenstoffen". Ein Mangel führt nicht nur zu Müdigkeit und Konzentrationsproblemen, sondern kann auch depressive Verstimmungen verschlimmern.


Aminosäuren als Bausteine: Aminosäuren wie Tryptophan und Tyrosin, die reichlich in Fleisch, Eiern und fermentieren Lebensmitteln vorkommen, sind die Bausteine für unsere „Glückshormone" und regulieren gleichzeitig unseren Schlaf-Wach-Rhythmus.


Mineralien für Nervenstabilität: Magnesium, Zink und Kalium – allesamt in natürlichen Lebensmitteln konzentriert – sind Cofaktoren für Hunderte von enzymatischen Prozessen, die unsere Nervenfunktion stabilisieren.


Warum das Verteufeln von Lebensmitteln kontraproduktiv ist


In der modernen Ernährung wird oft pauschalisiert: Fett ist böse, Fleisch ist unethisch, Kohlenhydrate sind gefährlich. Doch diese Denkweise erzeugt Stress – nicht nur mental, sondern auch physiologisch.

Das ständige Grübeln über „gute" und „schlechte" Lebensmittel, die Angst vor dem Essen, die Zweifel bei jedem Bissen – das aktiviert unser sympathisches Nervensystem (Kampf-oder-Flucht-Modus) und verhindert tiefe Regeneration.


Ich möchte hier klar sein: Ich verteufle nichts und niemanden. Jeder muss für sich selbst herausfinden, was seinem Körper gut tut. Das ist eine höchst persönliche Entscheidung, die mit Intuition, Körperwahrnehmung und eigenem Experimentieren beginnt – nicht mit Dogmatismus. Ernährung sollte beruhigen, nicht belasten. Wenn wir anfangen, achtsam und nährstofforientiert zu essen – statt dogmatisch – beginnt unser Nervensystem sich zu entspannen. Und das zeigt sich: in besserer Verdauung, klarerer Haut, mehr Energie und einem natürlichen, stabilen Gewicht.


Meine bewussten Entscheidungen – und warum ich sie treffe


Nach Jahren des Experimentierens habe ich für mich selbst folgende Entscheidungen getroffen, die meinem Körper spürbar guttun:


Fleisch aus Weidehaltung und Demeter-Qualität

Ich bin kein Fan von restriktiven Ernährungsweisen – nicht, weil ich gegen Vielfalt bin, sondern weil ich für artgerechte, nährstoffreiche Nahrung bin. Fleisch aus Weidehaltung und idealerweise aus Demeter-Betrieben enthält:

  • Deutlich mehr Omega-3-Fettsäuren als konventionelles Fleisch

  • Höhere Mengen an Vitamin B12, Eisen, Zink und Selen

  • Keine Rückstände von Antibiotika, Pestiziden oder Mastfutter

  • Ein besseres Verhältnis von Fett-Qualität insgesamt


Diese Nährstoffe sind entscheidend für die Regulation des Nervensystems, die Zellgesundheit und damit auch für unser äußeres Erscheinungsbild. Gleichzeitig fühle ich mich wohler, wenn das Tier ein würdevolles Leben hatte. Und ja, da kommt dann der Veganismus ins Spiel. Ich war auch lange Zeit vegan und habe festgestellt, dass es mir damit sehr viel schlechter ging. Ich war müde, ausgelaugt und meine Haut sah schlimm verpickelt aus. Ich finde es aus ethischen Gründen immer noch ganz großartig. Habe aber für mich entschieden, Fleisch in Maßen zu integrieren. Dann aber unter der Voraussetzung, dass es aus der bestmöglichen Haltungsform kommt. Und da vertraue ich nicht unbedingt den Schildern im Supermarkt. Aber das ist ein Thema für einen anderen Blog.


Verzicht auf Samenöle

Industrielle Samenöle sind in der modernen Küche überall – doch sie enthalten ein hochgradig unausgeglichenes Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren. Dieses Ungleichgewicht fördert systemische Entzündungen, die sich direkt auf unser Nervensystem, unsere Verdauung und unsere Haut auswirken. Seit ich auf hochwertige natürliche Fette wie Butter aus Weidehaltung, Ghee, Kokosnussöl und wildfangiges Öl umgestiegen bin, bemerke ich einen großen Unterschied in meinem Energielevel und meiner geistigen Klarheit.


Proteine aus echten Lebensmitteln, nicht aus Pulvern

Proteinshakes mögen praktisch sein, doch sie umgehen unsere natürliche Verdauungsintelligenz. Unser Körper weiß, wie er ganze Nahrungsmittel verarbeitet – mit allen Cofaktoren, Fasern und Vitaminen, die dazugehören. Stattdessen beziehe ich Proteine aus Fleisch, Fisch, Eiern, fermentieren Lebensmitteln und Hülsenfrüchten. Diese liefern nicht nur Aminosäuren, sondern auch das gesamte Spektrum an Mikronährstoffen, die unser Nervensystem braucht.


Supplementierung mit Vitamin D3 und K2

In unserer modernen Welt – mit weniger Sonneneinstrahlung und Indoor-Leben – ist eine bewusste Vitamin-D3-Supplementierung für die meisten von uns sinnvoll. Vitamin D3 reguliert nicht nur unser Immunsystem, sondern beeinflusst auch unsere Stimmung, unsere Knochengesundheit und unsere Insulinempfindlichkeit.

Noch wichtiger ist die Kombination mit Vitamin K2: Dieses Vitamin aktiviert Proteine, die Calcium richtig im Körper verteilen – weg aus den Arterien, hin zu Knochen und Zähnen. D3 und K2 arbeiten synergistisch zusammen. Wer sich nicht regelmäßig in der Sonne aufhält oder Probleme mit Knochengesundheit hat, sollte diese Kombination in Betracht ziehen.


Die Großmutter-Regel: Natürlich essen, natürlich leben


Meine Faustregel lautet: Wenn meine Großmutter es nicht kennen würde, esse ich es in der Regel nicht. Sie hat mit der Natur gelebt, nicht mit Diättrends. Sie hat Butter gegessen, nicht Margarine. Echte Eier, kein „Ei-Ersatz". Sauerteigbrot, kein Industrie-Weißbrot. Und sie war gesund, vital und zufrieden – trotz einer ganz anderen Medizin und ohne moderne Wellness-Trends.


Diese einfache Heuristik hat sich als überraschend kraftvoll erwiesen. Sie filtert automatisch Industrial Seed Oils, Ultra-Processing und chemische Zusatzstoffe heraus – ohne, dass ich mich in Details verlieren muss.


Seit ich mich an dieser Regel orientiere und bewusst hochwertige Proteine, gesunde Fette, Gemüse und natürliche Kohlenhydrate integriere, hat sich mein Körper merklich verändert:


  • Meine Haut ist klarer und widerstandsfähiger

  • Mein Gewicht hat sich ohne Restriktion reguliert

  • Ich habe mehr stabile Energie und weniger emotionale Heißhungeranfälle

  • Meine Verdauung funktioniert zuverlässig und unkompliziert

  • Meine Konzentration und emotionale Ausgeglichenheit haben sich verbessert

  • Meine Haare und Nägel sind kräftiger geworden


Fazit: Ernährung ist Nervensystempflege


Wenn du dein Nervensystem stärken willst, fang bei deinem Teller an. Iss mit Freude, nicht mit Angst. Mit Intuition statt Ideologie. Mit Neugier, nicht mit Dogmatismus. Und mit Respekt vor deinem Körper und vor der Natur, die ihn nährt.


Das bedeutet nicht, dass es für jeden gleich aussehen muss. Dein Körper wird dir sagen, was er braucht – wenn du ihm zuhörst.

Experimentiere. Beobachte. Spüre, wie dich verschiedene Lebensmittel anfühlen lassen. Das ist der einzige Ernährungsratschlag, der wirklich zählt.


Wenn du lernen möchtest, wie du dein Nervensystem ganzheitlich regulierst, dann schau dir mein kostenloses 5-Schritte-Programm an. Es hilft dir, Stress zu reduzieren, deine Verdauung zu verbessern und dich wieder wohl in deinem Körper zu fühlen – ganz ohne Verbote und voller Vertrauen in deine eigene Intuition.

 
 
 

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